Achtsam Feiern: Geburtstag feiern nach Montessori

Achtsam Feiern: Geburtstag feiern nach Montessori

Einfach und gut Geburtstage feiern

Was Traditionen betrifft, bin ich für unsere Familie immer auf der Suche nach Ergänzungen zu Altbekanntem aus unserer eigenen Kindheit.

Geburtstage gehören zu den absoluten Höhepunkten im Jahr. Und als Eltern möchte man aus diesem Tag natürlich etwas ganz besonderes machen.

Irgendwo zwischen Kuchen, Kerzen und Geschenken inne zu halten und den Fokus ganz aufs Leben zu richten, das ist für mich ein wundervoller Ansatz. In Anlehnung an die Montessori-Pädagogik habe ich für unsere Kinder eine besonders schöne Umsetzung gefunden.

Jahreskreis zum Geburtstag

Ihr benötigt:

– einen Globus oder ein Bild der Erde
– eine Kerze
– Bilder aus den vergangenen Lebensjahren
– ein Seil oder die Jahreskette nach Montessori

Als Vorbereitung werden Globus und Kerze auf den Fußboden gestellt. Mit dem Seil wird rundherum ein Kreis ausgelegt.

Gemeinsam mit dem Geburtstagskind wird am Morgen die Kerze angezündet und die Symbolik dahinter erklärt:

„Die Kerze steht für die Sonne, die den Tag erhellt und durch ihre Wärme entsteht Leben auf unserer Erde.“ Nun nimmt ein Elternteil den Globus und läuft einmal den Seilkreis ab. Dazu die Erklärung: „Der Globus steht für unsere Erde, sie kreist immerfort um die Sonne. Wenn die Erde einmal ganz um die Sonne gekreist ist, ist ein Jahr vergangen.

Nun darf das Geburtstagskind den Globus in die Hand nehmen und sich auf die Startlinie stellen. Je nachdem welcher Geburtstag gefeiert wird, wird in diesem Zusammenhang erklärt wie oft das Kind den Kreis komplett ablaufen wird.

Während das Geburtstagskind nun langsam den Kreis abschreitet, wird entweder von den spannenden Monaten vor der Geburt gesprochen oder beginnt man direkt mit dem Geburtstag selbst.

Frei nach Lust und Laune kann hier in Erinnerungen geschwelgt werden. Von Papas ersten Worten nach der Geburt, von der überraschend vollen Haarpracht, vom ersten Besuch im Wochenbett.

Einfach alles was im jeweiligen Lebensjahr als besondere Erinnerungen geblieben ist. Fotos und kleine Erinnerungsstücke können als Gedankenstütze helfen.

– Frei nach „Kinder fördern nach Montessoir“ von Tim Seldin, S. 156 ff. 

Die Erzählung endet mit dem aktuellen Geburtstag, also der x-ten Umkreisung der Sonne. Was bleibt ist viel Platz für eigene Ideen.

Weniger aber besser

Während dieser kleinen „Zeremonie“ sieht man das Geburtstagskind bei so viel liebevoller Erinnerung förmlich vor Freude leuchten.

Egal wie anstrengend der Alltag ist. Besondere Momente sind da, um aufgesaugt und eben auch wieder rausgelassen zu werden. Dem Kind zu sagen wie wichtig sein Leben und die Tatsache, dass es hier auf der Erde tobt, lacht und streitet ist, ist etwas so einfaches und doch so wichtiges.

Auch wenn wir unser Leben nicht strickt nach der Pädagogik von Maria Montessori richten, fließen diese wundervollen Einflüsse bereits seit Lottes Krabbelalter in unseren Alltag ein.

Wer auf der Suche nach Einsteigerlektüre rund um Montessori ist, dem möchte ich heute schnell noch meine Favoriten ans Herz legen.

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