Anschaulicher Wochenplan für Kinder + 4 Wege ihn im Alltag sinnvoll zu nutzen

Schon lange bin ich auf der Suche nach einem schlichten Wochenplan für Kinder.

Eine Sammlung mit ansprechenden Abbildungen zu Aktivitäten und Aufgaben, die hier den Alltag füllen und manchmal auch bestimmen.

Die wunderschön illustrierten Mainichi Cards (japanisch für „täglich“) von Hiyoko Imai habe ich über das Buch „The Montessori Toddler“ (Affiliate Link – oder ISBN 978-1523506897) entdeckt.

Im Shop von Hiyoko könnt ihr das 7-seitige PDF für 12 Euro kaufen und privat unbegrenzt oft nutzen.

Wochenplaner und mehr

Heute möchte ich vier einfach gute Ansätze mit euch teilen, wie Aktivitätskarten sinnvoll den Familienalltag begleiten können.

Planung

Ähnlich wie der Stundenplan unseren Kindern einen Überblick über das verschafft, was unter der Woche auf sie zukommt, könnt ihr die Abbildungen der einzelnen Aktivitäten zum Erstellen eines ganzheitlichen Wochenplans nutzen.

Montags steht für mich nach der Schule das allwöchentliche Fußballtraining auf dem Plan, außerdem habe ich an diesem Donnerstag eine Spielverabredung.“

Gemeinsam einen Plan für die Woche aufzustellen, das bietet Eltern und Kinder einen anschaulichen Rahmen, um über Verpflichtungen, Freizeit und Zeitfenster im allgemeinen zu sprechen.

Wir erkennen Muster, Schwerpunkte genauso wie Leerlauf oder gar Überladung.

Eine schöne kostenlose Vorlage inkl. ausführliche Anleitung findet ihr bei Daniela von „die kleine Botin„.

Wir persönlich nutzen keinen Wochenplan mehr. Im Alltag habe ich gemerkt, dass unsere Kinder lieber morgens oder am Vorabend über das sprechen, was ansteht.

Statt sich Gedanken über Morgen zu machen, leben unsere Kinder tatsächlich sehr im Hier und Jetzt. Und das darf auch genau so sein.


Struktur

Kinder profitieren im Alltag oft von verlässlichen Strukturen und vorhersehbaren Abläufen, den Routinen.

Hier einen visuellen Anker zu setzen, kann grade bei neuen Abläufen hilfreich sein.

„Wir ziehen uns erst den Schlafanzug an, dann putzen wir noch die Zähne.“

Manche Kinder finden großen Gefallen an solchen Gesetzmäßigkeiten.

Manche Familien nutzen die Karten auch, um Kindern zu mehr Selbstständigkeit zu verhelfen. Aufgaben werden dort quasi als To Do Listen zum eigenständigen Abarbeiten genutzt.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder tatsächlich recht schnell Routinen verinnerlichen und nach einigen Tagen keine Erinnerung oder Karten mehr nötig sind.

Jüngere Kinder brauchen außerdem oft Hilfe beim Anziehen und bei der richtigen Körperpflege. Zahnärzte empfehlen beispielsweise bei Kindern bis zum Alter von 9 Jähren die Zähne immer nachzuputzen.

Erschöpfte Kinder erfahren außerdem durch helfende Hände genau die nötige Geborgenheit, die sie für einen sicheren Übergang in die Nacht brauchen.

Im Zweifel zeigen Kinder ganz deutlich wie viel Autonomie sie brauchen und wo Beziehung grade wichtiger ist, als selbstständiges Handeln.


Inspiration

„Mama, mir ist langweilig!“ ein Satz, den sicher jede Mutter schon des Öfteren gehört hat und der eine tolle Gelegenheit für kreative Langeweile bietet. Die Art von sich-selbst-überlassen-sein, bei der Kinder die wunderbarsten Spiele entdecken, Lust aufs Lesen bekommen oder plötzlich stundenlang mit „den nervigen kleinen Geschwistern“ spielen.

Und wenn so gar keine Ideen aufkommen wollen? Dann kann so ein Ideenglas mit kleinen Aktivitäten vielleicht den zündenden Funken bringen.


Organisation

Einkaufen, putzen, waschen oder die Blumen gießen. Alles Aufgaben, die die meisten von uns täglich erledigen müssen. Und, bei denen Kinder mit ein bisschen Vorbereitung wunderbar mithelfen können.

Gemeinsam können wir die anfallenden Aufgaben besprechen und verteilen. Hier kommen für mich immer wieder die kleinen hübsche Karten zum Einsatz.

Was man sonst noch mit dem Wochenplan für Kinder anstellen kann? Hiyoko fallen da noch ein paar schöne Dinge ein:

  • Karten als Sprachmaterial nutzen
  • Motive bunte ausmalen
  • oder ein eigenes Memory Spiel daraus basteln

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Kategorien Familienleben Ordnung

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Ich mag es, wenn die Dinge einfach und gut sind: Wenn Aktivitäten den Alltag einfacher gestalten und am Ende des Tages ein richtig gutes Gefühl bleibt; wenn Essen nicht nur einfach zuzubereiten ist, sondern auch gut tut - und, wenn Produkte einfach funktionieren und etwas Gutes für alle Seiten bleibt.