Einfach feiern: 6 Schritte für eine entspannte Adventszeit

6 Schritte für eine entspannte Adventszeit.
Wieso wir Traditionen und eine echte Lösung nur selbst finden können.
Und warum das gut so ist.

Einfach feiern: In 6 Schritten zu einem entspannteren Weihnachtsfest
Unbeauftragte Werbung durch Affiliate Link

Eine vor mehr als 19 Jahren durchgeführte Studie ergab, dass sich in den USA 84 % der Befragten ein weniger materialistisches Weihnachten wünschen. Mit klarem Schwerpunkt auf den Dingen, die man mit Geld nicht kaufen kann.

Nach ihrer Vorstellung von einem perfekten Weihnachtsfest gefragt, antwortete ein Großteil mit: „einfachen Geschenken, natürlicher Dekoration, einem Kaminfeuer, traditionellen Speisen, entspannten Zeitplänen, Musik, Zeit in der freien Natur und einem klaren Fokus auf gemeinsamen Aktivitäten als Familie.“

– {Quelle: vgl. Living Simply with Children, S. 260}

Heute, fast zwei Jahrzehnte weiter im Zeitgeschehen würde diese Studie sicher ähnliche dramatische Ergebnisse zeigen.

Advent, das bedeutet heute für viele Familien mehr Stress, mehr Ausgaben und wenig Zeit für das, was eigentlich zählt.

Es scheint, als hätten wir zwischen all den verlockenden Angeboten, den wunderbaren Geschenken, jährlich wechselnden Dekorationstrends und hübschen Bildern von perfekt inszenierten Familienfesten tatsächlich vergessen, worum es eigentlich geht.

Wer sich allein von der Überschrift dieses Artikels angesprochen fühlt „6 Schritte für eine entspannte Weihnachtszeit“ – dem möchte ich heute einige der wunderbaren Tipps aus dem Buch „Living Simple with Children{Amazon Affiliate Link} an die Hand geben.

Ein Buch, das derzeit leider nicht als Übersetzung verfügbar ist.

Tipps für entspannte Feiertage

1. Finde dein Warum

„Soul searching“ nenne die Autoren einen kleinen feinen Prozess, bei dem wir uns fragen, was denn nun wirklich wichtig ist. Eine Frage, der ihr euch {gemeinsam mit eurem Partner} wohl nur gemeinsam und ohne Erwartungen von Außen nähern könnt.

Ich würde daher vorschlagen es euch mit einem großen Blatt Papier und einem Haufen Keksen gemütlich zu machen.

  • Was hat dir als Kind am meisten an der Adventszeit gefallen?
  • Welche Aktivitäten und Traditionen gefällt dir heute?
  • Was ist dir wichtig an der Adventszeit? Womit möchtest du die gemeinsame Zeit verbringen?
  • Versuche deine Vorstellung von einem schönen Weihnachtsfest in einfache Worte oder Bilder zu fassen.
  • Was magst du nicht an der Weihnachtszeit? Was setzt sich unter Druck und wo fühlst du dich überfordert?

Nachdem ihr diese Fragen beantwortet habt, ist es relativ einfach gemeinsamen Nenner zu finden.

Was sind die Aktivitäten, die beiden Freude machen? Und worauf könnt ihr im Grunde gut verzichten? Was sind möglicherweise unausgesprochene Konfliktpunkte? Und wie kann man sie auflösen?

2. Auf der Suche nach eigenen Traditionen

Viele Erwachsene schöpfen beim Thema Traditionen aus ihrer eigenen Familie. Aber nicht jeder kann und will auf das zurückgreifen, was seine eigene Kindheit geprägt hat.

Neue, eigene Traditionen entstehen zum Glück meist ganz von alleine. Sie sind oft genau die Dinge, an die wir uns rückblickend gerne erinnern. {Siehe Punkt 1}

Kleine Fragmente, die eine ganz besondere Bedeutung für uns haben und in der Wiederholung immer stärker werden. Vielleicht sind es auch Aktivitäten, die wir gemeinsam mit andern Familien, Freunden oder als Gruppe erleben.

3. Der interne Familienrat 

Nachdem wir als Erwachsene unsere Gedanken geordnet haben, ist es an der Zeit unsere Kinder mit ins Boot zu holen.

  • Was ist ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben?
  • Was möchten wir in diesem Jahr neu und/oder anders machen?

Je nach Alter der Kinder und bisheriger Regelungen, ist dies auch der richtige Rahmen, um über Geschenk zu sprechen.

Geschenke gehören für die meisten Familien ganz klar zu weihnachtlichen Traditionen. „Wenn wir Eltern aber das Schenken zum Mittelpunkt von Weihnachten machen, dann vermitteln wir unseren Kindern unweigerlich die Vorstellung, Freude sei mit materiellen Dingen verknüpft.“

Hier ein gesundes Mittelmaß zu finden ist genau so anstrengend, wie lohnend!

Ich persönlich finde es besonders hilfreich, gemeinsam mit den Kindern kleine Geschenke für Freunde, Lehrer & Co vorzubereiten. So erleben Kinder, was es bedeutet jemandem eine Freude zu machen. Ohne, dass man dafür viel Geld ausgibt oder einen Wunschzettel abarbeitet.

Karitative Projekte sind außerdem eine schöne Gelegenheit, dem Schenken einen weitergefassten Sinn und mehr Bedeutung zu verleihen.

4. Die Verwandtschaft mit ins Boot holen 

Was wir für uns und unsere Kinder wünschen, dass sollten wir ganz klar auch an den Rest der Familie kommunizieren.

Denn für viele Menschen sind Geschenke eine ganz konkrete Art, um ihre Liebe auszudrücken.

Wir können Schenkende hier oft bei der Auswahl unterstützen. Entweder durch Sammelgeschenke, konkrete Wunschlisten oder die Bitte nach Gutscheinen für Aktivitäten und Ausflüge.

Kommunikationsprobleme in der Familie werden hier ganz offensichtlich und lösen sich wohl nur durch offenen Austausch.

5. Das Adventsbudget

Garde imAdvent jagt ein Schnäppchen das nächste und kann man die gesamten Ausgaben für Deko, Geschenke und Co schnell aus dem Auge verlieren.

Da viele der Dinge, die wir rund um Weihnachten anschaffen die restlichen 11 Monate des Jahres auf dem Dachboden oder im Keller versauern, sollten Anschaffungen doppelt kritisch hinterfragt werden.

Unter Erwachsenen kann es sinnvoll sein ein kleines Budget abzusprechen, Wichtelgeschenke auszulosen oder auf ausschließlich Handgemachtes zurückzugreifen.

6. Die Gemeinschaft 

Um Hilfe bitten! Klingt so einfach, ist es oft aber doch nicht.

Auf dem Blog schreibe ich gerne darüber, wie wichtige es für Kinder ist, echte Aufgaben zu haben.
Überraschung: Für Erwachsene gilt das genau so!

Wann immer wir bei Freunden zum Essen eingeladen sind, bin ich froh, wenn ich bei den Vorbereitungen mithelfen kann. Sei es das Gemüse in Würfen zu schneiden, den Salat zu richten oder wenigstens beim Tischdecken helfen zu können. Helfende Hände entlasten nicht nur den Gastgeber, sie schaffen auch gemeinsame Momente und besondere Erinnerungen.

Das Weihnachtsfest muss als kein Konsum, kein perfektes Event sein.

Gemeinsam Speisen zuzubereiten, beim Abwasch in der Küche alte Geschichten erzählen oder gemeinsam ein Brettspiel zu spielen. Ich glaube das bleibt lebhafter und schöner in Erinnerung als jedes buntverpackte Prachtpaket!

In dem Sinne. Ich wünsche euch eine entspannte Adventszeit!


Unbeauftragte Werbung?! Aufgrund der aktuellen Rechtslage, die allein schon das Nennen und Verlinken von Marken, Personen und Orten als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als unbeauftragte Werbung. Die von mir vorgestellten und verlinkten Marken, Personen und Orte sind im Rahmen meiner redaktionellen Tätigkeit für diesen Blog frei gewählt und wurden ohne jegliche Art der Gegenleistung eingebracht.

Kategorien Familienleben Weihnachten

über

Ich mag es, wenn die Dinge einfach und gut sind: Wenn Aktivitäten den Alltag einfacher gestalten und am Ende des Tages ein richtig gutes Gefühl bleibt; wenn Essen nicht nur einfach zuzubereiten ist, sondern auch gut tut - und, wenn Produkte einfach funktionieren und etwas Gutes für alle Seiten bleibt.