Hüter der Erde: Vom Kressegarten zum Weltretter?

Vom Kressegarten zum Weltretter?

Was für eine dramatische Überschrift, ich weiss. Aber ist da nicht vielleicht auch viel Wahres dran?!

„Eine {…} wichtige Vorstellung von Maria Montessori war, dass Kinder die Bewahrer der Erde sind, sie müssen lernen auch für entfernte Gegenden {…} und für die Naturoasen in der Stadt Verantwortung zu übernehmen, um sie für die Zukunft zu bewahren. {…} Kindern {wird} oft beigebracht, dass die Erde am Boden „Schmutz“ oder „Dreck“ ist: „Spiel nicht mit Dreck!“ Bringen Sie Ihrem Kind stattdessen bei, wie wertvolle die fruchtbare Erde unseres Boden ist, die uns das Leben auf unserem Planeten erst ermöglicht.“ 

Zitat: Tim Seldin
Kinder fördern nach Montessori

Und wieder sind unsere Kinder eine Einladung genauer hinzuschauen.

Uns im wahrsten Sinne auf Augenhöhe zu begeben und gemeinsam die Wunder zu entdecken, die da in der Natur krabbeln, sprießen und Früchte tragen.

 

Noch liegt unser Hochbeet in tiefer Winterruhe.

Bis die Kinder wieder mit Erde und Gartenschlauch experimentieren dauert es als0 noch ein paar Wochen. Trotzdem konnten sie schon jetzt ein bisschen auf der Fensterbank gärtnern und staunen.

Kleiner Kressegarten 

Eigene Kresse auf der Fensterbank ziehen

Zutaten

  • 1 Packung Gartenkresse
  • Watte
  • Kleine Gefässe Wie ausgewaschene Eierschalen, Unterteller oder Frischkäseschalen

Anleitungen

  1. Die Schalen mit Watte füllen. Der Boden sollte komplett bedeckt sein.

  2. Die Samen so auf der Watte verteilen, dass sie frei liegen und einige mm Abstand haben.

  3. Nun die Watte wässern. Je nach Standort sollten die Samen täglich 2x gegossen werden. Die Watte sollte immer feucht sein, ohne, dass Wasser in der Schale steht. 

  4. Nach 4-5 Tagen ist die Kresse fertig zum Verzehr. 

 

Ich kann mich selbst noch gut an den kleinen Kressegarten erinnern, den wir damals im Kindergarten angelegt haben. Auf flachen Wegwerftellern im kunterbunten Gruppenraum.

Zu erleben, wie aus einem winzig kleinen braunen Samen innerhalb weniger Tage eine essbare Pflanze wächst. Dieses Erlebnis ist mir bis heute lebhaft in Erinnerung geblieben.

Und genau um diese Begeisterung geht es meiner Meinung nach auch bei uns Eltern.

 

Wir können unseren Kindern wundervoll illustrierte Bücher vorlesen, pädagogisch wertvolle Projekte planen und hoffe, dass sie irgendwas Bleibendes {z.B. diese 25 einfachen Aktivitäten für den Frühling} davon mitnehmen.

Aber wie nachhaltig ist das wirklich?

Lernen unsere Kinder nicht vielmehr von dem was wir täglich tun, als von dem, das wir sagen?!

Wenn wir unsere Kinder für die Natur begeistern wollen, dann müssen wir zuallererst selbst {wieder} eine Verbindung dazu aufbauen.

Egal, ob wir einen Blumengarten pflegen, selbst Obst und Gemüse anbauen oder ein paar Kräuter auf der Fensterbank ziehen.

Dinge in unserer Umwelt, zu denen wir eine echte Verbindung haben – die werden wir auch ohne Wenn und Aber schützen!

Kategorien Achtsam leben Blog Frühling

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Ich mag es, wenn die Dinge einfach und gut sind: Wenn Aktivitäten den Alltag einfacher gestalten und am Ende des Tages ein richtig gutes Gefühl bleibt; wenn Essen nicht nur einfach zuzubereiten ist, sondern auch gut tut - und, wenn Produkte einfach funktionieren und etwas Gutes für alle Seiten bleibt.

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