Vollwertige Ernährung mit Kindern: Wie die richtige Vorbereitung hilft

Gesundes Essen und Kinder – zwei Dinge, die eigentlich nicht zusammen passen – oder doch?

Aller Anfang ist schwer

Um ehrlich zu sein ist das Thema gesunde Küche hier ein stetes Auf und Ab: Mal bin ich extrem motiviert, habe vielleicht grade ein inspirierendes Buch zum Thema gelesen – und dann kommen wieder Zeiten in denen wenig Ambitionen bleiben.

Bei Ernährung gibt es außerdem auch immer klare Trends – je nachdem welche Diät grade die Runde macht oder welche neuen Super Foods die Regale und sozialen Netzwerke füllen.

Was man als Single oder Pärchen vielleicht noch locker mitmachen und ganz nach Lust und Laune probieren kann, das funktioniert meiner Erfahrung nach leider nicht mehr mit Kindern.

Denn Kinder gewöhnen sich einfach an das, was da tagtäglich auf den Tellern landet – an guten und weniger guten Tagen. Und schnell verlangen sie nach dem, was gut schmeckt – aber am Ende leider gar nicht so gut für unsere Gesundheit ist.

Beschließen wir Erwachsenen also „Wir müssen etwas ändern“ – wir verzichten ab heute auf Fleisch, Zucker, Gluten oder Milchprodukte – kann das mitunter für großen Ärger sorgen. Und die Motivation etwas zu ändern, die flaut meist ziemlich schnell wieder ab.

Aber heißt das, wir Eltern müssen schlechte Essgewohnheiten nun ewig beibehalten, damit die Kinder nicht vor vollen, gesunden Tellern verhungern?!

Die Antwort ist Nein – aber es bedarf einiges an Planung, Experimentierfreude und Durchhaltevermögen.

Gute Inspiration – das A und O

Seit 7 Jahren ist und bleibt meine liebste und größte Inspirationsquelle der wunderbare Blog Green Kitchen Stories {Werbung von Herzen}. Luise und David teilen dort nicht nur tolle Rezepte, sondern auch immer ganz persönliche Geschichten und Erlebnisse hinter gut gefüllten Tellern.

Seit die zwei selbst Kinder haben, beantworten sie wahrscheinlich fast täglich die Frage – Wie bekommt ihr die Kinder dazu, all die gesunden Dinge zu essen?!

Die Antwort ist einfach wie ernüchternd: Die Kinder kennen schlicht kein anderes Essen!

Einfache Tipps für mehr gesunde Zutaten im Essen

Um Kinder {wieder} langsam an eine vollwertige Ernährung zu gewöhnen, haben mir die folgenden Tipps der zwei enorm geholfen:

  • Bei bekannten Speisen helles Mehl schrittweise durch Vollkorn-Alternativen ersetzen
  • Kuhmilch ebenfalls in kleinen Schritten durch Pflanzenmilch ersetzen {unsere Kinder merken z.B. nicht ob Hafermilch im Pfannkuchen oder Kakao steckt}
  • Lieblingsspeisen wie Fruchtquark, Eis und Müsliriegel einfach mal selbst machen
  • Smoothies schmecken vielen Kindern und enthalten oft viel gesunde Zutaten {Bonus: Die Reste können direkt als Eis eingefroren werden}
  • Statt raffiniertem Zucker öfter mal Datteln oder andere Alternativen nutzen
  • Zucchini, Avocado und Rote Beete eignen sich super zum Backen
  • Zu Rohkost kleine Dipps anbieten – Joghurt, Humus oder Nussbutter schmeckt z.B. vielen Kindern 

Der erste Schritt zu gesundem Familienessen ist sicher der schwerste aber einer, der sich auf lange Sicht lohnt!

Auf dem Blog möchte ich daher in den kommenden Wochen immer wieder Ideen und einfache Anregungen zum Thema mit euch teilen.

Und natürlich bin ich gespannt auf eure Tipps und Erfahrungen zu diesem oft nicht ganz so einfachen Thema!

Dieser Beitrag spiegelt lediglich meine persönlichen Erfahrungen und Lösungen – er dient nur als Inspiration und nicht als qualifizierte Beratung! 

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5 Kommentare zu “Vollwertige Ernährung mit Kindern: Wie die richtige Vorbereitung hilft

  1. Tolle Tipps! Ist Kuhmilch wirklich so ungesund? Da bin ich mir nicht sicher. Mein Sohn hat Allergie auf Kuhmilch und Hühnereier (trotz Stillen und ich Stille noch) Laut Diätologin ist es enorm wichtig dass bei den pflanzlichen Drinks Kalzium zugesetzt wurde. Problematisch ist dass kein Drink dem Eiweißgehalt der Milch gleicht, einzig Soja und Soja ist in Wahrheit nicht gesund sondern eine Giftpflanze da gaukelt uns die Industrie wieder Mal was vor. Es ist echt schwierig mit der Ernährung!

    • Liebe Manuela,
      das ist ein super Hinweis, danke!

      Ich schreibe die Beiträge ja meist aus unserer Ist-Situation und bei Kindern unter 1 Jahr nutze ich z.B. überhaupt keine Pflanzenmilch – grade Mandelmilch und Hafermilch sehen ja manche Quellen wegen möglichem Pilzbefall eher kritisch.

      Und ja, es ist ein leidiges Thema – grade noch gefeiert, stehen manche Lebensmittel ein Jahr später auch schon wieder unter Beschuss. Ich habe das Buch „Lebensmittel“ zu dem Thema gerne gelesen: O-Ton – Produkte die selbst Uroma kannte sind gute Produkte. Manchmal sicher auch zu einfach gedacht aber wo fängt man an, wo hört man auf?

      Alles Liebe
      Saskia

  2. Ich mache mir zu dem Thema auch viele Gedanken. Selbst wurde ich zeitweise ohne Zucker, weißes Mehl und Milchprodukte aufgewachsen . Habe mir dann heimlich Süßigkeiten besorgt. Bin deshalb sehr für Ausnahmen! Bei uns zu Hause gibt es zB keine Süßigkeiten, aber Kakao am Morgen und wenn die Kinder beim Einkaufen Gummibärchen kriegen, dürfen sie die essen.
    Von Zuckeralternativen wie Datteln halte ich ehrlichgesagt nicht viel- chemisch gesehen ist es doch auch Zucker, oder? Nur ein Vielfaches teurer und aufwendiger?
    Einen Tip hab ich noch: während ich Abendbrot mache, bekommen die Kinder schon mal Rohkost. Und mit großem Hunger wird auch einiges gegessen 😄

    • Liebe Marie,

      das war bei uns zu Hause ähnlich – ich war immer froh, wenn es bei Freunden mal „weiße Nudeln“ gab, denn die Vollkornprodukte der 90er waren ja nicht mit denen von heute zu vergleichen 😉 Von daher sehe ich die Ausnahme hier auch als Regel und so war das bei meinen Eltern damals auch.

      Zucker ist Zucker, genau – die Alternativen unterscheiden sich meist im glykämischen Index und sind einfach Abwechslung und grade selbst gemacht nicht wesentlich teurer.

      Danke auch für deinen Rohkost Tipp – bei uns dürfen die Kinder auch immer Karotten essen und das spart hier wirklich viel Ärger und Unmut!

      Alles Liebe
      Saskia

  3. Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Beiträge zu dem Thema! 🙂

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