Ätherische Öle für die ganze Familie – 5 Tipps für Einsteiger

Ätherische Öle für die ganze Familie - 5 Tipps für Einsteiger

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Ätherische Öle für Einsteiger

Ich selbst bezeichne mit gerne als homöopathischen Obelix. Als Kind habe ich nämlich auf der Suche nach Süßigkeiten den gesamten Globuli-Vorrat meiner Eltern aufgegessen – etwaige Superkräfte im Mamalltag rühren als ganz sicher daher!

Aber kommen wir zum eigentlichen Thema: Ätherische Öle nutze ich seit Jahren gerne mittels Diffusor und als Salben für die ganze Familie.

Dass man dabei da aber auch einiges falsch machen kann, lehrte mich ein kurzer Plausch mit unserer Apothekerin. Denn nicht alles, was man frei im Supermarkt kaufen kann, sollte man auch ohne eingehende Recherche nutzen.

ich freue mich heute über einen ausführlichen Einblick von Verena, einer echten Expertin auf dem Gebiet der ätherischen Öle.


– Bilder und Text Verena Dallacher

Kurz etwas zu mir – ich heiße Verena bin zweifache Mama und liebe meinen Job als Apothekerin. Ich freue mich schon riesig auf den Job-Wiedereinstieg Ende des Jahres.

Die Pflanzenheilkunde begleitet mich seit über 15 Jahren – durch mein Studium und meinen Beruf. Das Basiswissen rund um die Öle kommt teils aus dem Studium an der Uni und teils aus Selbststudium, welches ich konkret mit meiner ersten Schwangerschaft vertiefen wollte.

Auf dem Weg zu mehr Einfachheit im Denken und Tun liebe ich es mir Wissen von älteren erfahrenen Kräuterfrauen aus der Umgebung zu holen. Von Menschen, die zwar keine universitäre Vorbildung haben aber umso mehr aus dem Leben schöpfen und eine unfassbar authentische Art der Wissensvermittlung und Umsetzung parat haben.

Diese Menschen imponieren mir und ich bin sehr dankbar Vieles von ihnen abschauen zu dürfen und mir so meinen ganz eigenen Weg kreieren zu können.

Wissen selbst angeeignet, Wissen welches wissenschaftlich belegt ist und an Unis gelehrt wird oder Wissen welches wir in Form von Aufzeichnungen in alten Kräuterbüchern finden. Die Mischung daraus macht’s für mich so spannend.  Und es wird einfach nicht fad! So toll! Ich feiere dieses Gebiet. Und die Menschen, die den Zugang dazu finden!

Kennt ihr auch Sätze wie:

„Alle ätherischen Öle sind natürlich.“
„Du kannst sie eigentlich immer als Add-on verwenden, da kann nichts passieren.“
„Als Schwangere lass bloß die Finger weg von dem Zeug.“
„Wenn du dich gut auskennst kannst du die Öle sogar einnehmen.“

Oft viel Information und zu viel Unsicherheit, um sich auf neue Wege einzulassen. Denn als Mama ist man doch einfach nur gewillt sich und der eigenen Familie Gutes zu tun.

Alternativen zu chemischen Varianten zu finden oder, um zusätzlich etwas zum Wohlbefinden beitragen zu können.

Es muss unkompliziert sein und leicht umsetzbar. Stimmts?!

Wenn man sich also genauer auf das Thema einlässt, wird man schnell erkennen, dass es nicht schwierig und verwirrend sein muss. Beim richtigen Umgang mit ätherischen Ölen sind um genau zu sein lediglich einige Regeln zu befolgen.

Also meine Lieben. Durchatmen. Und Juhu. Jeder kann lernen total safe mit Ölen zu hantieren – es ist kein großes Ding, sondern eine Interessenfrage und eine Frage, wie man damit umgeht.

Wenn euch das Thema interessiert hab ich fünf Punkte vorgelegt, die euch einen ersten Überblick verschaffen.

Ätherische Öle für die ganze Familie - 5 Tipps für Einsteiger

#1 Mach kleine Schritte

Der Gewinn von ätherischen Ölen ist mit aufwendigen Herstellungsprozessen verbunden und es braucht eine Menge an Pflanzenmaterial, um das wertvolle Öl zu gewinnen.

Was ich damit sagen möchte ist, dass es wenig Sinn macht sich gleich zehn Öle ins Regal zu stellen und loszulegen. Für den Anfang reicht tatsächlich ein einziges Öl.

Nicht nur aufgrund ökologischer Verantwortung sondern auch, weil die Öle natürlich ein Ablaufdatum besitzen.

Es lassen sich eine Reihe an Wehwehchen mit nur einem Öl in den Griff bekommen und mit der Zeit wirst du immer mehr über das Öl gelernt haben. Du wirst Profi darin sein und du wirst so sicher und kreativ im Umgang sein, dass du es gar nicht erwarten kannst dein zweites Öl zu kaufen. Wetten?

#2 Gib dir Zeit

Auch hier, wie so oft im Leben, ist es besser dir Zeit zu geben. Ein Öl welches dir vertraut ist und über dessen Pflanze du mehr und mehr weisst, ist der bessere Freund im Alltag als sieben Öle, von denen du nur Bruchteile weisst und du somit Unbehagen oder Unsicherheit Raum steht.

Alles darf und soll sich langsam entwickeln – eine starke Basis ist hier Gold wert. Findet alles über euer erstes Öl heraus und greift dann zum Nächsten.

#3 Sei achtsam

Die meisten von uns werden einen Arzneischrank zuhause haben, in denen sich im Laufe der Zeit auch chemische Mittel sammeln.

Gerade wenn man Kinder hat, will man für den Fall der Fälle gerüstet sein und verständlicherweise auf Nummer sicher gehen. Wir sind schließlich diejenigen, die die Verantwortung tragen.

Dass Öle natürlicher sind als chemische Stoffe ist sehr logisch was aber nicht bedeutet, dass sie für jeden Patienten und für jede alleinige Therapie oder als Add-on geeignet sind.

Manche Öle sind sehr sicher und sehr breit einsetzbar und manche wiederum bergen mehr oder weniger allergisches Potenzial, führen zu Hautirritationen oder starkem Juckreiz.

Mein Appell lautet daher anfangs „sichere“ Öle zu verwenden um negative Erfahrungen zu vermeiden – somit kommst du ins Vertrauen – deine Lernkurve wird proportional zu deinem Interesse steigen, Ehrenwort!

#4 Inhalieren bringts

Öle können inhaliert werden, topisch angewendet werden oder auch eingenommen werden. In dieser Reihenfolge steigt auch das Risiko in der Anwendung.
Was uns alle fasziniert ist die große Wirksamkeit der Inhalation, da die Wirkung sehr rasch eintritt.

Um ein schnelles Beispiel zu nennen tritt etwa nach fünf Minuten Inhalation eine Besserung gegenüber Kopfschmerzen ein – aufgeregte Kinder finden abends viel leichter und vor allem zügiger in den Schlaf und ich selber ertappe mich auch mehrmals pro Tag beim Schnüffeln an meiner Lavendelflasche. Kann ich nur empfehlen.

Bei der topischen Anwendung solltest du schon etwas an Erfahrung gesammelt haben und geeignete Dosierungen beachten. Mehr dazu weiter unten im Text.
Und zur innerlichen Anwendung: die sind meiner Meinung nach nichts für Beginner.

#5 Verdünne! Verdünne! Verdünne!

Ätherische Öle sind hochkonzentrierte, stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz die aus pflanzlichen Ausgangsstoffen dargestellt werden. Das derzeitig vorliegende Studiendesign zeigt, dass verdünnte Öle sehr viel effektiver sind als unverdünnte.

Das heißt wir legen ein Trägeröl wie Mandelöl, Olivenöl, Jojobaöl vor und geben unser ätherische Öl dazu.
Wenn ihr an dem Punkt seid, Öle für die Haut zu mischen oder ihr Balsame rühren möchtet, dann kann euch Folgendes gut helfen.
Grundsätzlich gehen die Meinungen über geeignete Verdünnungsreihen natürlich wieder einmal sehr auseinander – ich zähle mich selber zu den vorsichtigeren Anwenderinnen. Ich habe sozusagen mit wenig Substanz einfach den Erfolg den ich mir wünsche.

Ich arbeite seit der Geburt meiner beiden Kinder aktiv mit Tees, Hydrolaten und seit unsere Jüngste etwa 6 Monate alt ist mit den Ölen.
Ab diesem Zeitpunkt vertragen die meisten Kinder eine Mischung von 2 Tropfen ätherischen Öls auf 20 ml Trägeröl.
Ab einem Alter von 2 Jahren 4-5 Tropfen ätherisches Öl auf 20 ml Trägeröl und ab etwa 5 Jahren kann man durchaus  6 Tropfen auf 20 ml Trägeröl geben.

Wichtig ist natürlich immer die Konstitution des Kindes – zarte kleine Kinder vertragen weniger der Öle als robustere größere Kinder – da hat jede Mama dann selbst aber das beste Gespür dafür.

Ich meine, mit dieser Information könnt ihr besten Gewissens mal loslegen und schauen welches Öl euch für den Anfang anspricht.

Mein Einsteigeröl war damals das Lavendelöl. Würde ich auch wieder so machen. Ihr könnt aber auch mit Zitronenöl, Orangenöl, Mandarinenöl, Kamillenöl oder mit Teebaumöl starten.

All diese Öle können eure Familien unterstützen wenn ihr mit Schürfwunden, Erkältungen, Schlaflosigkeit, Ängsten, Sorgen und noch vielem mehr hadern solltet.

Es gibt eine Menge an einfachen Rezepturen die ihr selber machen könnt: Babymassageöle, Kinderbäder, Mischungen gegen Milchschorf, Zahnungsöle, Schreibaby-Mischungen,Windpocken-Mischungen – aber es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden!

Meinte zumindest Goethe, und ich denke er hatte Recht.

Ätherische Öle für die ganze Familie - 5 Tipps für Einsteiger

Ach es wäre wirklich schön, wenn ihr euch dem Thema öffnen möchtet. Meine Vision ist es, die Menschen wieder mehr mit der Pflanzenwelt zu verbinden.

Sie zu sensibilisieren für all das Wertvolle, was uns Mutter Natur zur Verfügung stellt. Sie zurück zu führen zur oft einfacheren Variante.

Besser für die Umwelt.
Besser für die Körper unserer Kinder.

Verenas Lese-Tipps für Einsteiger: {Affiliate Links}

Dieser Beitrag ist keine medizinische Beratung, sonder ein persönlicher Erfahrungsbericht. Bei konkreten Fragen und Unsicherheit wendet euch bitte immer zuerst an euren Artz oder Apotheker.

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  1. Rebecka

    Das ist wirklich ein spannendes Thema!
    Saskia, welche Öle benutzt denn du also welche Marke und was für Inhaltsstoffe?

Kommentare sind geschlossen.