Beikost // Babybrei selbst machen oder fertig kaufen?

Bevor es mit der Beikost losgeht, stellt sich für viele Eltern die Frage: Selbst mache oder lieber fertig kaufen?
Für beide Lösungen gibt es jeweils gute Gründe:

Selber machen 
  • Ich weiß genau was drin ist {konsequenter Verzicht auf Salz und Zucker möglich}
  • Der Geschmack ist selbst bei gleichem Rezept immer anders
  • Saisonale Ware als tägliche Inspiration
  • Selbst zu kochen ist oft günstiger
  • Kein zusätzlicher Verpackungsmüll
  • Wer eh für Geschwister kocht, kann Babynahrung oft einfach abwandeln
  • Durch hochwertiges Beikostöl kann der Anteil gesättigter Fettsäure Bedarfsgerecht angepasst werden
Selbst kaufen
  • Hoher Kontrollstandard und strenge Lebensmittelverordnungen
  • Große Auswahl bei einfacher Bevorratung
  • Der Geschmack und die Konsistenz sind immer gleich
  • Einfache Handhabung, wenig Arbeit
  • Meist mit Altersempfehlung auf dem Glas

Wie bereits bei den zwei Beikostrunden zuvor, werde ich hauptsächlich selbst für unseren Minimann kochen. Da ich für die Großen eh mehrfach täglich in der Küche stehe, ist der Mehraufwand vergleichsweise gering und macht es mir außer dem {meist} Spaß. Beim Obstbrei oder unterwegs werde ich aber sicher immer mal wieder auf fertige Gläser zurückgreifen – dogmatisch mag es hier bekanntlich keiner.

Den Babybrei einfach selbst zubereiten?

Einfach und gut, das ist meine Devise. Bei den Großen habe ich das Gemüse meist grob zerkleinert und im Garkorb unseres Dampfkochtopfes weich gekocht. Alternativ kann das Gemüse aber auch im Wasserbad oder im Backofen vorbereitet werden. Anschließend dann einfach die weichen Stücke mit etwas Garflüßigkeit {bzw. abgekochtem Wasser} und Beikost- oder Bio Rapsöl zerkleinern, das kappt mit dem Mixstab genau so gut wie mit den meisten Standmixern.

Beim Minimann liegen die Karten etwas anders – denn bereits im Frühjahr habe ich mir nach langem Überlegen einen Thermomix gekauft. Bevor ich mich entschieden habe, durfte ich das 13 Jahre alte Modell meiner Mama auf Herz und Nieren testen und ich muss sagen – ja, es ist schon praktisch. Vor allem dann, wenn man viel Rohkost zubereitet, oft Teig ansetzt und Saucenliebhaber im Haushalt hat.

Da ich beim Kauf bereits ziemlich schwanger war, gab es von der Verkäuferin gleich das Breibuch gratis dazu und ich bin bis jetzt wirklich zufrieden. Mal abgesehen vom teilweise ohrenbetäubenden Lärm, ist die Breizubereitung extrem einfach. Das Gemüse gart im Garkorb – die Garflüßigkeit wird sauber aufgefangen und beim Pürieren ist von stückig bis ultrafein alles möglich. Wahrscheinlich würde ich ohne den Thermomix dann doch öfter auf die fertige Variante zurückgreifen – es ist wirklich sehr wenig Arbeit und Dreck so.

Alternativen

Wieder ein bisschen im Breithema, habe ich schon öfter über diese praktisch Alles-in-Einem Breibereiter gesprochen und mich stört ganz ehrlich, dass alle Geräte aus Plastik bestehen. Das muss doch nicht, oder?! Aber wenn ich es recht überlege, besteht der Gareinsatz unseres teuren Küchenhelfers auch aus BPA-freiem Plastik und sinkt so natürlich die Verbrennungsgefahr gegenüber Edelstahl.

Wer ganz bewusst auf Plastik verzichten möchte, dem kann ich den Schnellkopftop mit Gareinsatz empfehlen – die bestehen z.B. bei unserem 10 Jahre alten von WMF aus Edelstahl und können separat nachgekauft werden. Und wem der Mixstab zu viel Schmutz macht, dem würde ich empfehlen, sich mal die etwas besseren Smoothie-Bereiter mit Glasbehältern anzuschauen. Die finden dann immerhin auch nach der Breizeit noch einen sinnvollen Einsatz.

Mehr über Breikost, Baby-led Weaning & Co erfahren? Einfach hier im Archiv nachlesen:

Entspannter Start in die Beikostzeit
BLW, die 5 häufigsten Fragen zum Start

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4 comments on “Beikost // Babybrei selbst machen oder fertig kaufen?

  1. Liebe Saskia, kannst du bitte noch mal schreiben wie du den Brei aufwärmst und aufhebst?

    LG, Caro

    • Liebe Caro,

      ich wärme den Babybrei im Thermomix auf. Einfach mit Glas- oder Keramikschüssel im Garkorb, 400 ml Wasser, 6 Minuten, 100 Grad und Stufe 2.

      Bei den Großen habe ich es klassisch mit Glas im Wasserbad gemacht. Ich koche im Moment maximal zwei Tage vor – den Brei bewahre ich dann im Kühlschrank in Gläsern mit Schraubverschluss auf.

      Liebe Grüße
      Saskia

  2. Liebe Saskia,
    kannst du ein online-Rezept aus der Rezeptewelt von Thermomix empfehlen?
    Leider hab ich das Breibuch noch nicht … würde aber gerne anfangen zu kochen 🙂

    • Liebe Steffi,

      das Basisrezept ist relativ einfach – man findet es oft online:

      100 g Möhren
      400 g Wasser
      8 g Rapsöl

      Möhren in Stücke schneiden und 3 Sek./ Stufe 5 – anschließend im Gareinsatz 15 Min./ Voroma/ 1. Im letzten Schritt Möhren + 70-100 g der Garflüssigkeit in den Mixtopf geben und 30 Sek./10 pürieren. Abkühlen lassen, testen, los gehts!

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