Oh Baby!

Oh Baby // Meine Helfer + Tipps fürs Wochenbett

28. April 2017

 

Das Wochenbett – vor der Geburt unseres ersten Kindes hatte ich eine vage Vorstellung davon und bei jedem weiteren dann eine gehörige Portion Respekt. Die Blase zwischen überfließendem Glück, Hormonstürzen und Schlafmangel ist jedes Mal anders aber immer eine kleine Herausforderung.

Schon sehr früh in der letzten Schwangerschaft bat ich also meine Mama sich die Wochen rund um den errechneten Geburtstermin ganz fett im Kalender anzustreichen. Mit zwei Kindern Ruhe für ein Neugeborenes und die eigene Regeneration zu finden, ist in der Praxis nämlich gar nicht so einfach. Und ich bin so unglaublich dankbar, dass meine Mama sich ganze fünf Wochen freigeschaufelt hat, um in der heißen Phase vor und nach der Geburt bei uns sein zu können.

Sie hat den Alltag für die Mädchen organisiert, Ordnung gehalten, gekocht, eingekauft, gespielt, gelesen und noch mehr gespielt – und zwischendurch immer wieder liebe Worte für uns alle gefunden. Und dann, dann hat sie sich langsam wieder raus genommen und uns ankommen lassen. Denn wie jede dieser sagenumwobenen „Phasen“ ist der Ausnahmezustand nach der Geburt irgendwann vorbei und findet die Familie ganz von alleine zu sich zurück.

Jedem, der in einer ähnlichen Situation steckt kann ich wirklich nur ans Herz legen, sich um helfende Hände zu bemühen. Familie, Freunde oder eine speziell ausgebildete Mütterpflegerin können da einspringen, wo in den ersten Wochen einfach ein paar Hände fehlen und machen den Start ins Familienleben so für alle einfacher und schöner.

Unsere Bekannten in Berlin sind zum Beispiel die selbst ernannten Wochenbettengel, die sich absprechen und befreundete Familien mit Neuzugang während der ersten Wochen komplett bekochen oder einfach vorbeikommen und schauen, wo Hilfe gebraucht wird. Rückblickend wünschte ich, ich hätte als Studentin so viel Weitblick gehabt. Dann hätte die übernächtigte Nachbarin von uns statt x-tem Babybody einfach ein paar Mahlzeiten für sich und die Familie serviert bekommen.

Abgesehen von diesen „unbezahlbaren“ Helfern folgt nun eine kleine, sehr oberflächliche Liste meiner persönlichen materiellen Favoriten:

Helfer fürs Wochenbett

  • Die Putzfee – inzwischen gibt es viele Portale, über die man für den wöchentlichen Großputz Unterstützung anfordern kann. Wichtig hier, lieber erst mal genau nach den Arbeitsbedingungen der jeweiligen Anbieten schauen.
  • Meine Hebamme empfiehlt in der Stillzeit 2-3 Liter pro Tag zu trinken. Neben Leitungswasser, schwöre ich seit Lottes Geburt auf den Fenchel-Kümmel-Anis Tee von Alnatura.
  • Unterwegs finde ich die Thermobecher von keep cup praktisch und nachhaltig sind sie obendrein.
  • Das Buch Das Wochenbett“ von Loretta Stern kann ich vor allem beim ersten Kind sehr empfehlen. Mit vielen Infos, lieben Worten und einer netten Portion Humor.
  • Egal ob als Decke, zum Pucken, gegen Milchflecken oder als Sichtschutz – das XXL Mulltuch vom Schweizer Unternehmen Petit Stellou war hier in den letzten Wochen im Dauereinsatz.
  • Die 18-in-1 Seife von Dr. Bronner ist ein echter Geheimtipp und eignet sich zur Körperpflege {ohne Duftstoffe}, als Haushaltshilfe, zum Wäschewaschen und ganz mutige können damit sogar die Zähne putzen. Grade für die Kliniktasche und Unterwegs meine Rettung.
  • Das elastische Tuch der Firma Moby Wrap haben wir zur Geburt der Großen geschenkt bekommen und in den ersten Wochen ist es tatsächlich immer noch mein Favorit. Einen ausführlichen Post zu Tragehilfen und deren Vor- und Nachteile findet ihr hier im Archiv.
  • Der kindle: Eigentlich bin ich ein großer Freund von „echten“ Büchern und habe in Deutschland fast immer gebrauchte Exemplare erstanden. Da es diese Möglichkeit bei Amazon in der Schweiz leider nicht gibt, habe ich mir vor kurzem endlich einen eReader zugelegt. Vor allem liebe ich hier die kostenlosen Leseproben. Die ersten 10 Seiten entscheiden bei mir, ob es ein Buch wert ist, gelesen zu werden – so spart man viel Zeit und Frust.
  • Stillmode – ich persönlich nutze gerne trägerlose BHs in Kombination mit Still-Tops {z.B. die von h&m}. Darüber ziehe ich ganz normale, weiter geschnittene Shirts oder Cardigan. Beim Stillen schiebt man dann die obere Schicht hoch bzw. zur Seite und ist dank kleiner Öffnung am darunter liegenden {Still-}top auch um den Bauch und Rücken komplett angezogen. Wer ein bisschen mehr Geld ausgeben mag, dem kann ich die Kleider und Shirts vom skandinavischen Hersteller boob ans Herz legen – die Schnitte funktionieren ähnlich, sind dabei aber in einem und sehr hochwertig gearbeitet.
  • In den letzten beiden Schwangerschaften habe ich das Stillkissen von Theraline bereits zum Schlafen während der Schwangerschaft genutzt. Anschließend kam es oft als Kuschelnest für die Mädchen zum Einsatz. Beim Stillen habe ich es aber nur selten genutzt. Die „halbe Version“ im schönen Design von CamCam, ist von der Größe ideal zum Stillen und eignet sich auch prima als Stütze, falls man mal im Sitzen schlafen muss.
  • Mit der Geburt des ersten Kindes habe ich angefangen mich mehr und mehr mit Fotografie und Kameras auseinander zu setzen. Anfangs habe ich die Bilder in Vollautomatik mit meiner Kompaktkamera gemacht. Inzwischen bin ich auf eine digitale Spiegelreflexkamera, die 750D von Canon, umgestiegen und Träume von einer 5D Mark III. Unglaublich weiches Licht und tolle Details lassen sich dabei am besten mit einem 50mm Objektiv einfangen und ja, ein Fotokurs bei Corinna Keiser steht ganz oben auf meiner nach-dem-Baby-Wunschliste.

So viel zu meinen kleinen Helfern – ich freue mich auf eure Tipps und Erfahrungen!

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  • Melanie
    28. April 2017 at 11:32

    Liebe Saskia,
    Eine tolle Übersicht hast Du geschrieben! Ich hätte mir nach der Geburt der Zwillinge auch jemanden gewünscht, der mir Mittag macht 🙂 Zum Glück kann man bei unserem Supermarkt frisch gekochte Mahlzeiten ab 11 Uhr bekommen, da bin ich oft beim Schlaf-Spaziergang vorbeigegangen und habe mich versorgt. Ansonsten hatte ich in der Schwangerschaft gebeten, dass mir nicht alle ständig sagen, ich solle mir so viel Hilfe holen wie möglich. Das hat mich eher unsicher gemacht, weil ich das Gefühl hatte, jeder meint, ich würde nicht zurecht kommen. Meine Hebamme war toll! Sie meinte, na klar, schaffst Du es und jede Mama kommt irgendwann mal an ihre Grenzen, aber das ist mit Hilfe und ohne Hilfe so. Aber sie stärkte mir den Rücken, in dem sie klare Haltung zeigte und empfahl die Betreuung für den 5jährigen nicht zu verkürzen sondern bei 14 Uhr zu bleiben. Das hat entlastet.
    Unser Wochenbett nach 14 Tagen Krankenhaus war toll. Es war entspannt, die Hormone haben Glücksgefühle geschickt. Wunderschön!
    Und damit verbinde ich auch immer noch den Stilltee 🙂 Ich wünsche Euch noch eine schöne restliche Wochenbettzeit!!

  • Tine
    28. April 2017 at 19:12

    Bestes Hilfsmittel im Wochenbett: Das Regenerationsspray von Motherlove. Ganz, ganz großartig und jedem zu empfehlen!

    Liebe Grüße,
    Tine