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Aus der Schweiz // Interview mit Julia von little indi

13. Februar 2017

Lokal stöbern, lokal kaufen. Bereits in Berlin habe ich mich auf die Suche nach schönen lokalen Labels gemacht – und zumindest Petit Cochon dürfte inzwischen einigen ein fester Begriff sein.

Seit wir in der Schweiz leben, hat sich mein Einkaufsverhalten wirklich nachhaltig verändert. Viele unser Lieblingsmarken sind hier nämlich leider nur schwer zu finden und oft gibt es bei beliebten Designteilen eine wirklich krasse Wartezeit.

Zeit also, sich mal ganz bewusst unter den lokalen handmade Labels umzuschauen und heute freue ich mich, euch Julia und ihr Schweizer Lable little indi vorzustellen.

Wer steht hinter little indie und wie kam es zur Gründung?

ich! aber da gibt es ganz viele leute aus meiner familie oder dem freundeskreis, die mir in kleinen sachen helfen und mich unterstützen. mein papa zum beispiel hilft mir, wenn es um texte geht und vielen anderen kleinen sachen. meine freundin, die fotografin ist, fotografiert regelmässig für mich und die liste geht weiter. ohne diese unterstützung würde es auch gar nicht funktionieren.

ich habe textildesign in basel studiert und mir war klar, dass es nicht so einfach ist, einen job zu finden. da ich auch sehr gerne mama werden wollte, wars sowieso noch einmal schwieriger. also hab ich mich entschieden, selbständig zu werden. 2012 hab ich mein studium abgeschlossen und nach einem praktikum hab ich mir einen 50%-job gesucht und nebenbei angefangen little indi aufzubauen.


Was ist dir bei deiner Kollektion besonders wichtig?

für mich gibt es den ästhetischen aspekt und dann noch den aspekt der produktion. designen tue ich, was mich gerade beschäftigt oder fasziniert und auch ganz einfach, was ich gerne für meine tochter hätte. manchmal mag ichs etwas wilder und manchmal hab ichs gerne schlichter. das kommt ganz auf meine momentane stimmung an. wenn ich mit einer kollektion neu beginne, lass ich mich auch gerne etwas „treiben“. irgendwann kommt dann plötzlich das „richtige“. ich bin da sehr stark bauchmensch.

wie gesagt ist für mich auch die produktion wichtig. ich mag fair produzierte produkte, welche langlebig sind und aus biobaumwolle hergestellt werden. eine kollektion kostet viel energie und arbeit und damit meine ich nicht nur meine arbeit, sondern eben vor allem die arbeit von jenen leuten, die sie produzieren. diese arbeit und auch die materialien haben einen wert. ich finde es wichtig, das zu schätzen. die balance, zwischen fair produzierter mode, die aber durchaus erschwinglich ist, finde ich sehr wichtig. das ist mein ziel, auf das ich hinarbeite.

Wie bringst du Familie und Shop unter einen Hut?

mit einem mann, der mich sehr unterstützt und meiner tollen mama. mein mann arbeitet 80% und somit hat vida einen papitag. er unterstütz mich auch sonst unheimlich stark in der verwirklichung meines traumes. dazu kommt, dass er lehrer ist und darum öfters mal ferien hat. die neuen kollektionen entstehen meist in den schulferien. einmal die woche darf vida zu meiner mami, das findet sie unheimlich toll und ich hab einen tag mehr zum arbeiten.

Welches ist dein Lieblingsteil aus dem Shop?

momentan hab ich zwei. zuerst das olga kleid. mir gefällt einfach die farbe und das muster sehr gut und es sieht einfach super aus an meiner tochter. das zweite ist die mathilda decke. sie ist einfach so praktisch, das muster ist mein absoluter liebling und die haptik ist, durch die fütterung, auch so toll. ich hatte die decken schon bevor ich mutter wurde und als ich dann vida hatte, hab ich einfach gemerkt wie toll die grösse ist. die passt perfekt in den kinderwagen und man kann die babies auch super drauf legen.


Wo kaufst du selber gerne ein?

oh das ist eine sehr schwierige frag, weil wie gesagt, für mich ist es wichtig, dass mode fair und aus biobaumwolle produziert ist. sehr oft weiss man aber einfach gar nicht, wie die ware produziert wurde. dann kommt noch mein ästhetisches auge dazu. für vida find ich stadtlandkind.ch immer wieder gut, die haben tolle labels. momentan trägt sie aber eigentlich vorallem little indi-kleider. für mich persönlich wirds dann eben noch schwieriger. ich bin eine onlineshopperin und kaufe lieber hochwertige sachen, dafür weniger. momentan mag ich das amerikanische label doen sehr. aber natürlich gibts bei uns auch mal was von h&m oder zara.

Bilder: little indi

  • Isabell Espig
    13. Februar 2017 at 12:05

    Toller Beitrag, tolle Sachen und toller Blog! Sehr inspirierirend!
    Beste Grüße
    Bella

  • Irene Knapp
    19. Februar 2017 at 2:04

    Super schöne Kleider und tolle Bilder!

    Danke!

    Alles Liebe
    Irene