Simplicity Baby: Erstausstattung für Minimalisten

Als unser erstes Kind geboren wurde, war ich 25 Jahre alt und in unserem direkten Umfeld gab es damals kaum andere Paare mit Kindern.

Bei der Vorbereitung auf die Geburt und die ersten Wochen danach war das Internet daher ein großer Segen und zugleich wohl auch Fluch für uns. Neben viel Nützlichem gibt es hier nämlich auch vieles, auf das man getrost verzichten kann – ungefragt Ratschläge und gnadenlose Dogmatik inklusive.

Während ich beim ersten Kind also mit jedem Teil der Ausstattung das Gefühl hatte, besser vorbereite zu sein {was für ein Quatsch}, gab es in der zweiten Schwangerschaft nur eine sehr kurze Wunschliste {hier nachlesen}.

Als ich neulich mal wieder nach meinen Basics für Babys gefragt wurde, fiel meine Liste daher auch überraschend kurz aus – Erstausstattung für Minimalisten würde ich das nennen. Meiner schwangeren Freundin Sonja von Babyccino habe ich heute außerdem Rede und Antwort zum Thema Erstausstattung, Lieblingsstücke und Fehlkäufe gestanden – den ganzen Artikel findet ihr im Laufe des Tages auf ihrem Blog.

Erstausstattung für Minimalisten

Schlafen

  • Unsere Mädchen haben die ersten Monate fast ausnahmslos im Familienbett geschlafen, um sie zwischendurch aber sicher {vor großen Geschwistern} abzulegen, finde ich ein BabyBay oder mittlerweile einen schlichten Moseskorb ideal.
  • Nachts, wenn der Hunger quält gilt es für Mama schnell und möglichst leise zu sein. Das sanfte Licht einer Lichterkette oder Salzlampe kann da so manche Nachtruhe erleichtern und unglaublich gemütliche Atmosphäre schaffen.

 Pflege

  • Den Wickeltisch haben wir bereits vor Emmis Geburt ausgemistet, inzwischen würde ich mich um ehrlich zu sein sogar nur noch für eine schlichte Unterlage entscheiden, die zum Wickeln auf dem Fußboden ausgebreitet werden kann. Geschwister können so von Anfang an mithelfen und Massage, Spielen und Pflegen auf Augenhöhe macht wirklich Spaß.
  • Mulltücher sind unverzichtbare Alleskönner – ob als Spucktuch, gegen Zugluft oder als leichte Sommerdecke – und die Guten werden dabei mit jedem Waschgang weicher und weicher und weicher.
  • Bei Kleidung würde ich immer wieder zu Teilen aus Wolle und Seide greifen, sie sind angenehm auf der Haut und sorgen von Anfang an für einen guten Wärmeaustausch.
  • Die Decken von Sture + Folke sind nicht nur unglaublich schön, sie sind auch Bettzeug, Krabbeldecke und Erlebnisteppich in einem. Statt vieler unterschiedlicher Decken und Tücher für mich der perfekte Begleiter bis ins Schulkindalter und mit Potenzial zum Erbstück.

Unterwegs 

  • Wickeltaschen, oh wie habe ich sie geliebt und wie einfach habe ich mich dann doch von ihnen trennen können. Den beliebten Kanken Rücksack kenne ich bereits aus Pfadkindertagen und finde ihr einfach nur praktisch. Beide Hände sind frei, die enthaltene Sitzmatte dient zur Not als Wickelunterlage und trocken bliebt der Inhalt dank Wachsschicht ebenfalls.
  • Das Tragetuch gehört für mich wirklich zu den wichtigsten Anschaffungen fürs Baby – und wenn ich nur ein einziges anschaffen könnte, dann das feste Tuch von Didymos. Das Gewebe gibt Halt und unterstützt den Wärmeaustausch – mit den verschiedenen Bindetechniken begleitet es Kinder außerdem solange bis sie ganz sicher auf eigenen Füßen stehen.

 Fehlen noch ein paar Windeln + starke Nerven und ihr würde sagen, ihr seid fürs Baby bereit!

10 Kommentare zu “Simplicity Baby: Erstausstattung für Minimalisten

  1. Das sieht so wunderschön aus!
    Wir haben beim Zweiten auch nicht mehr viel gekauft und wenn ganz Klar in Qualität investiert.

    LG,
    Ani

  2. Liebe Saskia,
    mir geht es jetzt beim zweiten Kind auch so, dass ich genau überlege, welche Dinge man braucht und welche getrost für immer verschwinden können. Deine Auswahl ist sehr schön.
    Eine Frage, die mich bei den schönen Collagen immer wieder beschäftigt und die jetzt leider nicht zum Thema passt, aber: wie erstellst du diese?
    Liebe Grüße und vielen Dank, Anne

  3. Eine wirklich schöne Zusammenstellung!
    Den Moseskorb finde ich so wundervoll. Das Internet ist grade bei dem ersten Kind eine große Verlockung.. oft ist es mir passiert, dass ich mich später über die Sachen geärgert hatte, weil sie dann doch sinnlos und/oder überflüssig waren.

    Liebe Grüße
    Diana

  4. Ja, das ist wirklich eine gute Entscheidung!
    Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße

  5. Vielen Dank, liebe Anne!
    Die Collagen setze ich in Photoshop – könnte man theoretisch aber sicher auch mit PowerPoint oder so.

    LG
    Saskia

  6. Oh ja, wer kennt das nicht – und wir Blogger sind da manchmal ja auch nicht ganz unschuldig 😉

    LG
    Saskia

  7. ich bin ganz bei dir :: nichts unwichtiger als ein wickeltisch und nichts wichtiger als ein tragetuch! (ob man zwei darin auf dauer wirklich gut tragen kann, wird sich weisen — ich bin gespannt.) danke für die feine zusammenstellung

  8. Sehr schöne Auswahl, und ja, in vielen Dingen gebe ich dir Recht, wir haben bei Kind2, eben aus der für mich wirklich fürchterlichen Erfahrung der Materialschlacht bei Kind1, auch versucht ein wenig zu minimieren. Klappt leider nur bedingt. Gerade auch bei Kleidung musste ich tatsächlich immer wieder Hals über Kopf nachkaufen, weil doch vieles fehlte, was ich vorher eigentlich bewusst aussortiert und weggegeben hatte. Und diese Schnellkäufe sind dann doch wieder eher die Klassiker wie H&M, Zara etc., denn tatsächlich wog hier leider Masse vor Klasse. Aber wir arbeiten weiterhin an einem vernünftigen Weg ��

  9. Oh Dagma, glaub mir, diese Verzweiflungstaten gibt es hier genau so und ich ärgere mich dann auch meist im Nachhinein – der Post ist also auch eine kleine Notiz an mich selbst 😉

  10. Oh wow, da kommen wirklich spannende Zeiten auf euch zu <3

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