Aus der Küche DIY Geburtstag Montessori

Einfach feiern


Geburtstagsfeiern gehören zu meinen ganz persönlichen Lieblingserinnerungen aus der Kindheit. An die Geschenke und Dekoration kann ich mich zugegeben nicht erinnern, aber an die unglaubliche Vorfreude und die Magie, die über diesem einen Tag im Jahr schwebte. Ich erinnere mich an die große bunte Kerze, die jedes Jahr angezündet immer ein Stück kleiner wurde, an wilde Dezember-Feiern mit Kindern aus der Nachbarschaft und an meinen glücklichen Bruder, der auch immer ein kleines Geschenke auspacken durfte.


Und wie sieht das heute bei unseren Mädchen aus? Um ehrlich zu sein haben wir außer einem hölzernen Kerzenhalter mit wechselnden Zahlen noch keine großen Traditionen eingeführt. Die ersten zwei Geburtstage hat Lotte nicht wirklich verstanden. Bei Emmi haben wir darum beim ersten Geburtstag gleich  weniger Aufwand betrieben: Die Wabenbälle {ähnliche gibt es hier} warteten schon seit Monaten auf einen passenden Einsatz, das wilde Sträußchen pflückten Lotte und mein Mann bei ihrer morgendlichen Fahrradtour am Ufer und bei Kuchen und dem kleinen Buffet für die Partygäste bedienten wir und reichlich in der Beerenabteilung auf dem Wochenmarkt.

Im Gegensatz zu Lottes Geburtstagen im Herbst, sind Feiern im Frühling übrigens neben den regionalen Köstlichkeiten auch von der Örtlichkeit um einiges entspannter zu planen. Während wir Mütter also bei Kaffee und Kuchen entspannten hatten die etwas größeren Kinder auf der Dachterrasse mit Minitrampolin, Verkleidungskiste und diversen Fahrzeugen Spaß.


Beim Blättern in einem meiner Montessori Bücher bin ich beim Kapitel über den Montessori-Geburtstag hängen geblieben. Die Zeremonie, die dort beschrieben wird ist für Kinder ab dem vierten Geburtstag geeignet und veranschaulicht durch Erinnerungsfotos und Nachlaufen aller vergangenen Lebensmonate, das bisherige Leben des Geburtstagskindes. Für mich eine wundervolle Art,  besondere Erinnerungen wach zu halten und ein bisschen Entschleunigung in einen manchmal turbulenten Feiertag zu bringen:

„Beim Geburtstagsfeiern stehen oft Geschenke und Unmengen von Süßigkeiten im Mittelpunk. Bei einer Montessori-Geburtstagsfeier soll dagegen ein ganzheitliches Verständnis des Lebens vermittelt werden. {…} Kinder erfahren, dass ein Jahr die Zeitspanne ist, die die Erde benötigt, um die Sonne einmal zu umkreisen. Dabei wird dem Kind die Geschichte seines bisherigen Lebens erzählt, von der Geburt bis zum jetzigen Geburtstag.“ – Tim Seldin, Kinder fördern nach Montessori

Für Lottes 4. Geburtstag Ende Oktober werden wir uns abgewandelt nach dieser liebevollen Idee richten und ich glaube das könnte der Anfang unserer ganz eignen Geburtstagstradition werden.

Wie sieht das bei euch aus? Feiert ist nach Lust und Laune oder gibt es feste Rituale – vielleicht sogar aus eurer eigenen Kindheit übernommen?

Post enthält Affiliate Links.

You Might Also Like...

  • Anonym
    16. Juni 2015 at 11:11

    Das sieht alles so schön aus! Toll!!! Kannst du das Rezept für die Torte bitte bitte teilen oder hast du die gekauft?

    Liebe Grüße
    Anna

  • Steffi
    16. Juni 2015 at 11:29

    Ich finde die Idee mit der eigenen Geburtstagstradition einfach wundervoll! Und noch viel schöner ist es, die eigene Lebensgeschichte jedes Jahr erzählt zu bekommen – dann versteht man wohl auch erst, was so alles im vergangenen Jahr passiert ist und welche spannende Erlebnisse das neue Jahr wohl zu bieten haben wird!
    Ganz schön 🙂
    Grüssle Steffi

  • Frau M. vom zehnten Stock Links
    16. Juni 2015 at 13:53

    Hach ja. Das Thema Geburtstag. Ich denke mal, da scheiden sich die Geister…ich gebe zu, ich selbst liebe es, für meine Kinder den jeweiligen Wunschgeburtstagskuchen zu backen und zu dekorieren. Beim Großen ist es immer mal ein Motto (dieses Jahr wie bei so vielen Minecraft), bei Mini-Me sieht es in erster Linie einfach schön aus, ohne daß es zuviel Chichi ist. Die Wabenbälle finde ich da im übrigen für beide total passend, ich mag nämlich in keinster Weise dieses krasse Rosa-Prinzessinnen-alles-Pink Klischee. Ich bin ehrlich, wenn ich sage, daß ich manchmal auch regelrecht erschrocken bin, wenn mein Sohn zu Gast ist bei Geburtstagen (also richtig am Tag des Kindes, da man auch mit der Familie befreundet ist) und da gibt es nichts – keinen Strauss, keinen Ballon, der Kuchen ist zwar da, aber so wirklich komplett ohne alles…er meinte auch zu mir, daß er sich immer freut, wenn alles so schön vorbereitet ist – und hey, er ist jetzt 11, also einer von der coolen Sorte. Was die Party mit Freunden betrifft, so ist es mir immer wichtig, daß beide Kids sich die Zeit nehmen, die Geschenke bewusst auszupacken und anzuschauen. Die Anzahl der Gäste ist auch eher gesunken als gestiegen, dafür ist dann das Erlebte intensiver. Da mein Sohn im Winter Geburtstag hat, ist die Planung da nochmal ein wenig anders…im Sommer mit Mini-Me finde ich einfacher – da geht auch ein einfaches Picknick / Grillen im Park. Zum Thema Süsses: mit Sicherheit gibt es das, aber wirklich im kleinen Rahmen. Die guten alten Goodiebags habe ich mittlerweile abgeschafft, das ist ausgeartet bzw. irgendwie war da auf einmal so eine Erwartungshaltung bei dem ein oder anderen Kind (noch nicht mal meinen eigenen…), da hab ich mir gesagt: das war's. Als Fazit kann ich nur sagen: da ich in meiner Kindheit nicht wirklich viele Geburtstage hatte (also zelebrierte….), leg ich da schon sehr viel Wert drauf – denn diese frohen und glücklichen Gesichter – einfach unvergesslich.
    So, das ist jetzt wieder ein Roman. Egal. Schönes Thema! Hab eine gute Restwoche!

  • Anonym
    16. Juni 2015 at 19:09

    Hallo du liebe, die Montessori idee kannte ich nicht- find sie aber Klasse…erst am WE haben wir den 9.Geburtstag unserer Twins gefeiert und dieses Jahr haben wir erst morgens mit ihrem Opa (meine Eltern sind getrennt) und mittags mit ner riesen Meute an Verwandtschaft u Freunden gefeiert… es war toll …leider sind die Jungs und der eigentliche Grund für die Feier untergegangen…entsetzt bin ich heut noch als mir dann der eine von beiden enttäuscht erklärte er hätte nicht mal seinen Geburtstags Kuchen gesehen! Also, das passiert mir echt nicht mehr so! Zum Glück haben wir ein paar Rituale-sonst wäre der Geburtstag wohl vollkommen ohne bleibende Erinnerung vorbeigegangen…zuerst darf das Geburtstagskind erst herunter wenn ein Luftballon am Stuhl hängt, der Tisch mit Taufkerze und mit namen o alter verziertem Geburtstagskuchen gedeckt ist und wir happy birthday singen! Was wir auch schon Jahre machen-allerdings wird von Jahr zu Jahr leider komplizierter- wir hängen Bilder von den ganzen vergangenen Jahren auf! So sehen die Kids wie die Jahre vergangenen sind, wie groß sie geworden sind und sie stehen immer begeistert, voller Staunen über längst vergessene Bilder davor! Das ist echt toll – auch für die Gäste… In Instragam kannste gerne mal dir meine Bilderwand anschauen wie die vor ein paar Monaten aussah…meine Geburtstage als Kind fand ich auch schon so toll u sind in bleibender Erinnerung geblieben… das hoff ich auch für meine Kids! So, das war jetzt echt viel Text-sorry… LG dackybe

  • fraeuleincathy
    16. Juni 2015 at 19:22

    Ich mache jedes Jahr ein kleines Fotoalbum mit den Bildern vom letzten Jahr. Die Taufkerze steht immer mit einem kleinen Blumensträußchen auf dem Tisch. Und seit dem letzten Geburtstag (dem 3.) gibt es auch ein paar Rituale… An einer Leine hängen Bilder von den vorherigen Geburtstagen mit den jeweiligen Geburtstags-T-Shirts (achja, das gibt es auch zu jedem Geburtstag-ein Shirt mit der Zahl drauf ;-)) und ich habe eine große 3 aus Pappe ausgeschnitten und mit Bildern aus dem letzten Lebensjahr beklebt. Hier kannst Du es anschauen (http://fraeuleincathy.blogspot.de/2014/11/drei.html). Und natürlich wird immer gesungen und es gibt das Lieblingsessen. Liebe Grüße, Nadine

  • antje
    16. Juni 2015 at 22:49

    Alles Gute Deinem Liebsten und ein JA für Montessori-Geburtstage liebe Saskia! In unserem Kindergarten wird nach dieser Art gefeiert. Die Eltern gestalten das Geburtstagsbuch, das jedes Jahr wächst und zum Geburtstag des Kindes im Morgenkreis "vorgelesen" wird. Zu jedem vollen Jahr wird dann eine Kerze angezündet und wenn alle Lichter brennen, gibt es ein (von den Erziehern selbstgebasteltes) Geschenk. Ausserdem darf sich das Geburtstagskind aussuchen, wohin es an dem Tag geht (Wald, grosser Berg, Spielplatz…) und wird vorm Mittagessen auf seinem Stuhl dreimal hoch gehoben. Hach, wie ich das so schreibe, kann ich total verstehen, dass die Kinder diese Rituale lieben �� Gleichzeitig sorge ich mich, wie wir diesen zum nächsten Geburtstag meiner Tochter als Schulkind gerecht werden, denn so schöne Rituale haben wir bei uns daheim leider noch nicht etabliert.

  • Anonym
    17. Juni 2015 at 12:14

    Ich bin gespannt dann bei Lotte mehr über die Montessori-Geschichte zu lese, gibt es bis dahin irgendwo mehr Infos zum Nachlesen? Und über das Rezept für die Beerentorte würde ich mich auch sehr freuen!

    Liebe Grüße, Greta

  • Saskia | alovelyjourney.de
    18. Juni 2015 at 14:48

    Ich finde es toll, dass du dir so viele Gedanken dazu machst und natürlich gehen die Vorstellungen da weit auseinander – vielleicht gerade weil die eigenen Erlebnisse uns prägen. Ich habe selbst mitten im Winter Geburtstag und kann mich erinnern, dass meine Eltern immer versucht haben uns drinnen gut zu beschäftigen, wir waren im Erlebnisbad oder haben ein Theaterstück angeschaut – aber klar bringt das noch mehr Planung und sicher auch Kosten mit sich. Sommerpartys sind da wirklich einfacher!

    Aber wie du schon schreibst, wenn die Kinder glücklich sind, hat man wohl alles richtig gemacht 🙂

    Liebe Grüße
    Saskia

  • Saskia | alovelyjourney.de
    18. Juni 2015 at 14:51

    Oh ja, das kann dann wirklich schnell untergehen – um so schöner das von den Ritualen zu lesen! Und ich freue mich deine ausführliche Antwort zu lesen, viel schöner als hier auf dem Blog Monologe zu führen und noch mehr Info für alle, die noch auf der Suche sind 😉 Bei Instagram finde ich dich leider nicht, unter welchem Namen suche ich am besten?

    Liebe Grüße
    Saskia

  • Saskia | alovelyjourney.de
    18. Juni 2015 at 14:52

    Liebe Nadine,

    das sieht wirklich liebevoll aus, toll!
    Wo hast du die Bücher denn bestellt wenn ich fragen darf und wie viele Fotos passen rein?

    Liebe Grüße
    Saskia

  • Saskia | alovelyjourney.de
    18. Juni 2015 at 14:54

    Liebe Antje,

    dann könnte das ja etwas für euch sein, im Netz findet man viele Informationen und Anregungen dazu! Ich bin sicher ihr werdet für eure Tochter eine schöne Alternative finden!

    Liebe Grüße
    Saskia

  • Saskia | alovelyjourney.de
    18. Juni 2015 at 14:57

    Liebe Greta,

    das Rezept poste ich gleich und den Link zum Buch findest du nun im Text nach dem Zitat.

    Liebe Grüße
    Saskia

  • Saskia | alovelyjourney.de
    18. Juni 2015 at 14:57

    Liebe Greta,

    das Rezept poste ich gleich und den Link zum Buch findest du nun im Text nach dem Zitat.

    Liebe Grüße
    Saskia