Tragehilfen für Babys im Überblick: Tragetuch, Carrier oder Sling

Tragetuch Carrier Vorteile und Nachteile der Tragehilfen
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Schon lange plane ich einen Post zum Thema Tragehilfen – schließlich sind sie seit einigen Wochen wieder unser täglicher Begleiter und würde der Alltag ohne sie nur halb so entspannt verlaufen. Die liebe Jackie hat jüngst auf ihrem Blog ein paar wunderbare Einblicke in ihre liebsten Tragen gegeben {hier anschauen} – für Neulinge auf diesem Gebiet absolut lesenswert und äußerst gefährlich für jeden, der gerne mehr als eine Trage im Haus hat.

Es gibt unglaublich viele Tragesysteme auf dem Markt – von sehr schlichten Tüchern bis zu hoch technisch anmutenden Carriern ist wirklich für jeden Geschmack und jedes Budget etwas dabei.

Nicht selten werde ich unterwegs auf unsere Tragen angesprochen – entweder weil jemand grundsätzlich überlegt sein Kind auch zu tragen oder weil er mit seiner aktuellen Lösung nicht zufrieden ist. Meine persönliche Erfahrung und die Berichte aus unserem Umfeld lassen mich mittlerweile allerdings zu dem Schluss kommen, dass es die eine universal empfehlenswerte Super-Trage nicht gibt.

Je nach Statur, Lebensumständen und natürlich dem persönlichen Geschmack findet man die richtige Trage wohl nur durch Probieren oder dem Gang zur Trageberatung. Heute möchte ich darum nur ein paar grundsätzliche Worte über unsere aktuellen Systeme schreiben – wo für mich jeweils ihre Vorteile und ihre Grenzen liegen.

Für alle, die interessiert, welche Tragen wir genau benutzen, findet ihr die Links jeweils direkt hinter der Bezeichnung des Systems.

Elastisches Tuch // Moby Wrap + Solly Baby + Little Wombat seit 2017

Bereits mit Lotte war das elastische Tuch unser ständiger Begleiter und auch bei Emmi ist ein Tag ohne nicht mehr vorstellbar. Vorteil dieses Modells ist für mich ganz klar die Bindeweise. Die Tücher werden ohne Baby fertig gebunden – so muss man das Tuch unterwegs nicht erst auf dem Parkplatz oder sandigen Spielplatz anlegen und kann das Baby zum Stillen einfach ohne auf und zu aus der Trage nehmen.

Weiterer Vorteil ist für mich die flexible Größe, bei der man das Tuch in den ersten Monaten auch über den Kopf und die Füße ziehen kann – ein toller Schutz gegen Wind, Sonne und Licht. Mit zunehmendem Gewicht kommt das Tuch allerdings in puncto Gemütlichkeit an seine Grenzen und leistet irgendwann nicht mehr den optimalen Halt. Unsere zierliche Lotte habe ich so bis gut 10 Monate vor dem Bauch getragen.

Gewebtes Tuch // Storchenwiege + Oh SpatzDidymos
Das gewebte Tuch verteilt meiner Meinung nach das Gewicht des Kindes am schönsten und ist insgesamt eine unglaublich kuschelige, geborgene Sache für Eltern und Kind. Das Tuch kann ab der Geburt eingesetzt werden und stützt den wackeligen Kopf von Neugeborenen optimal – dazu einfach einen Waschlappen in die Nackenpartie des Tuchs rollen und fertig.

Unterwegs finde ich das Binden leider etwas unpraktisch, dafür können Kinder so später auch auf dem Rücken und in der Hüfte getragen werden.

Carrier // emeibaby
Lotte haben wir viel und gerne im Carrier getragen – sie mochte nicht gerne im Kinderwagen liegen und so war sie unterwegs schnell umgepackt. Wem das Binden der Tücher zu kompliziert scheint {und ich verspreche, das ist es eigentlich nicht} oder wer wie mein Mann Tücher „zu öko“ findet , der wird dieses funktionale System lieben. Mir persönlich gefallen außerdem die eingenähten Sonnensegel besonders gut, da sie den Kopf beim Schlafen wunderbar stützen.

Die Trageweise auf dem Rücke ist außerdem unkompliziert und schnell möglich. Nach Emmis Geburt haben wir uns für die emeibaby entschieden – ein einzigartiges System, das Tragetuch und Gurtsystem verbindet – für uns unter den Carriern die schönste Lösung.

Sling // fannibaby
Für mich mit Emmi eine absolut neue Erfahrung und – wie ich hoffe – sinnvolle Unterstützung für die Hüfttrageweise. Neugeborene können theoretisch auch im Sling getragen werden, Emmi findet das leider wenig bequem und so versuchen wir es später einfach noch mal. Es gab Zeiten, da habe ich Lotte fast den ganzen Tag auf der Hüfte getragen – dabei das Gewicht besser zu verteilen und sogar noch beide Hände frei zu haben klingt immer noch absolut traumhaft.

Update: Leider sind wir bis jetzt {2017} nicht mit der Sling warm geworden. Für mich ist die Verteilung des Gewichts nicht halb so angenehm wie bei den anderen Systemen und vertraue ich dem Sitz bis heute nicht richtig. 

Tragen genießen {zumindest in unserem Fall zurecht} den Ruf, fusselige Babys wunderbar zu beruhigen und der schönste Ort für selige Schläfchen zu sein – allerdings müssen sich Kind und Eltern erst mal mit den Tragen vertraut machen. Also, bitte den Mut nicht verlieren, falls die ersten Versuche nicht ganz so harmonisch verlaufen, wie erhofft.

Grundsätzlich fand ich es am einfachsten eine neue Trage zu testen, wenn das Baby satt und einigermaßen müde ist. Gerade anfangs kann das Binden oder Einstellen nämlich noch etwas hektisch sein und sollte man mehr Zeit und Nerven einplanen als später im Alltag.

Ich hoffe der Post konnte ein paar Fragezeichen lösen – falls ihr selbst Tipps und Anregungen für andere Leser habt, freue ich mich wie immer über eure Kommentare.

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